Ephesus

23 10 2008

Merhaba,

Am Samstag (18. Oktober 08) sind wir in Ephesus gewesen und einmal mehr wenig beeindruckt von der Besucherinformation aber dafür umso mehr von der Stadt(ruine) als solches.

Die Hafenstadt Ephesus war prächtige Hauptstadt der römischen Provinz Kleinasien mit über 200′000 Einwohnern. Sie gilt als eine der am besten erhaltenen römischen Städte und wir können (abermals von einem unseligen weil wenig informativen Audioguide begleitet) Marktplätze, marmorne Strassen, Brunnen, Säulengänge, eine wunderschöne (1970 von Österreichern wieder aufgerichtete) Bibliothek und natürlich ein sehr eindrückliches Theater, welches 24′000 Zuschauern Platz bietet, bewundern. Die fantastische Akustik darin zeigt sich besonders eindrücklich als ein Guide seiner Gruppe etwas erklärt und wir ihn - trotz der beträchtlichen Distanz - mühelos und deutlich verstehen.

Sehr klar erkennbar ist der Hauptgrund des Niedergangs von Ephesus. Anstelle des einstigen Meeres  erstreckt sich heute eine fruchtbare von einem Fluss aufgeschüttete Ebene. Mit dem Meer ging ab 400 n. Chr. auch der Handel zurück. Übrig bleiben aber in diesem Fall mehr als nur Ruinen. Die Stadt ist so gut erhalten, dass man sich lebhaft vorstellen kann, wie das Leben hier unter den Römern blühte: Man stelle sich die Heerscharen von Touristen in Toga vor, entferne imaginär die Kamera um die Hälser und voilà, schon steht man in einer pulsierenden römischen Stadt. Bei der nun unweigerlich auftauchende Frage, warum sich diese Römer wohl gruppenweise von Fähnchen- und Reden schwingenden Schreihälsen durch die Strassen scheuchen lassen, wird gerne auf Asterix und Obelix verwiesen. Die spinnen die… :-)

Also, morgen geht es weiter nach Pamukkale.

Hoşçakal