Zentraliran im Bildraffer

26 06 2009

Kashan (350′000 Einwohner, 935 m.ü.M.), Stadt der Paläste aus 1001 Nacht

Auf dem Dach des Basars

Auf dem Dach des Basars in Kashan

Auf dem Dach des Basars in Kashan

Abyaneh (ein paar alte Frauen, 2235 m.ü.M.), ein farbenfrohes Bergdorf, in welchem noch Mittelpersisch gesprochen wird, nahe von Natanz

Das rote Lehmdorf Abyaneh in den Bergen zwischen Kashan und Esfahan

Esfahan (1.7 Millionen Einwohner, 1574 m.ü.M.), Stadt der Künst(l)e(r) und absolutes Highlight des Irans

Der Naksch-e Jahan, der Platz der halben Welt (vgl. Blogartikel ‘die halbe Welt’)

Zusammensitzen auf dem Naksch-e Jahan Platz in Esfahan

Shiraz (1.8 Millionen Einwohner, 1531 m.ü.M.), Stadt der Dichter - Artikel folgen

Die Nasir ol-Molk Moschee in Shiraz im Abendlicht

Die Nasir ol-Molk Moschee in Shiraz im Abendlicht

Prächtige Farbglasfenster im Innern der Nasir ol-Molk Moschee in Shiraz

Prächtige Farbglasfenster im Innern der Nasir ol-Molk Moschee in Shiraz

Busheher am Persischen Golf (176′000 Einwohner, 0 m.ü.M.), es war sprichwörtlich höllisch heiss (vgl. Blogartikel ‘Wenn schon heiss, dann richtig heiss’)

Es ist viel zu heiss für eine Fahrt auf dem Persischen Golf

Persepolis (0 Einwohner, 1630 m.ü.M.), Neujahrspalast der Achämeniden

Persische und medische Soldaten (oben), Symbol des Jahreswechsels (unten)

Persische und medische Soldaten (oben), Symbol des Jahreswechsels (unten)

Das Tor der Nationen

Tor der Nationen

Pasargade (der tote Kyros, 1847 m.ü.M.) Hier ruht er seit 2500 Jahren in Frieden, der grosse Herrscher der Achämeniden

Kyros’ I Grab

Das Grab von Kyros I in Pasargade



Paläste aus 1001 Nacht

25 06 2009

Wie sie wohl aussehen, Sheherzerades Märchenschlösser aus tausendundeiner Nacht? Wir haben sie gefunden, in Kashan, einer Wüstenstadt zwischen Teheran und Esfahan.

Impressionen der Paläste aus 1001 Nacht

Paläste aus 1001 Nacht in Kashan

Paläste aus 1001 Nacht in Kashan

Paläste aus 1001 Nacht in Kashan

Paläste aus 1001 Nacht

Paläste aus 1001 Nacht

Und der Prinz dazu…

Der Prinz aus 1001 Nacht



Iran im Bildraffer

24 06 2009

Nun, da ihr aufgrund der Infosendungen rund um die Uhr bestens über die politischen Ereignisse im Iran informiert seid, wollen wir dieses faszinierende Land gerne noch von einer anderen Seite zeigen. Zwei Monate haben wir das Land drei mal so gross wie Frankreich bereist und dabei Wüsten, fruchtbare Täler, schneebedeckte Berge, das “blaue” Wasser des Persischen Golfes, goldene Kuppeln und kunstvoll gekachelte Minarette, gutes Essen und äusserst herzliche Menschen erlebt. Wir haben über 3′000 Bilder geschossen - einige ausgewählte wollen wir euch nun zeigen. Es folgt ein photografischer Abriss in vier Teilen gespickt mit ein paar Artikeln.

Googlemap

Nordwestiran

Täbris (1.5 Millionen Einwohner), Zentrum der Azeri-türkisch sprechenden Azeris

Nette Touri-Info in Täbris, immer mit auf dem Bild: die gelben Taxis

Nette Touriinfo in Täbris, immer mit auf dem Bild: die gelben Taxis

Bekannter Dichter vor der (ehemals) Blauen Moschee in Täbris

Bekannter Dichter vor der Blauen Moschee in Täbris

Teheran, 15 Millionen Einwohner

Graffitis an der ehemaligen US-Botschaft in Teheran

Graffitis an der Wand der hemaligen US-Botschaft in Teheran: Friedenstauben und Iran auf Farsi

Graffitis an der Wand der hemaligen US-Botschaft in Teheran

Nordteheran und Blick auf das Häusermeer im Süden

Nordteheran und Sicht auf das Häusermeer im Süden



Ein Wort aus aktuellem Anlass

22 06 2009

Wir möchten an dieser Stelle unsere grosse Betroffenheit über die jüngsten Geschehnisse in Iran und im Speziellen in Teheran, ausdrücken. Die massiv gefälschten Wahlen und die uneinsichtige und unversöhnliche Reaktion des Regimes auf die Proteste haben die Bevölkerung äusserst aufgebracht. Viele iranische Bekannte und Freunde berichten uns von sehr eindrücklichen Szenen in verschiedenen grossen Städten. Das Regime hat sich in diesen Tagen eindeutig gegen das Volk, das es vor dreissig Jahren an die Macht gebracht hat, gewendet und damit jegliche Legitimation verloren.

Wir kennen Menschen, die sich bis jetzt mit dem Regime zähneknirschend arrangierten, die momentan nach Teheran reisen um ihrem Unmut unter grossen persönlichen Gefahren Ausdruck zu verleihen. Andere teilen uns mit viel Emotionen ihre Verzweiflung gegenüber diesem äusserst gewaltbereiten Regime und gleichzeitig ihre Entschlossenheit diese Chance auf einen Wechsel zu packen, mit. Ganz unreligiöse Personen stehen nachts auf den Dächern und rufen in Anlehnung an die Revolution 1979 stundenlang Allahu akbar (Gott ist grösser), weil das DER Ruf ist, für den man von den Schlägern im Namen Gottes nicht verhaftet werden kann und der hier doch was ganz anderes bedeuten soll. Ganze Lebenspläne werden umgeschrieben und zum Teil abrupt und brutal beendet.

Neben der Freude auf die Heimkehr sind wir gleichzeit auch traurig das Land in einem solch bewegenden Moment verlassen zu müssen. Nicht dass wir hätten helfen können. Aber der Gedanke, derart freundliche und liebe Menschen in diesem äusserst gefährlichen Schlamassel zurückzulassen, stimmt doch nachdenklich.

Wir wünschen den Demonstranten, die für ihre Rechte einstehen, viel Kraft und Durchhaltevermögen und vor allem, dass die grossen persönlichen und menschlichen Opfer nicht umsonst sind, sondern etwas zum Positiven verändern werden.



Taarof

17 06 2009

Ein Taxifahrer, der zuerst den doppelten Preis möchte (womit er aber bei uns erfolglos ist), sich dann am Ende der Fahrt weigert Geld anzunehmen und schliesslich nach dem erneuten Hinstrecken den Schein einsteckt.

Ein Früchteverkäufer, der sagt, er wolle kein Geld, uns aber den Schein schon aus der Hand nimmt, bevor er fertig abgelehnt hat.

Ein Tankstellenwart, der scheinbar aufs Bezahlen verzichtet, das Geld aber nach dem zweiten Nachfragen kommentarlos einsteckt.

Diese für uns leicht widersprüchlichen Verhaltensweisen sind Teil einer speziellen Höflichkeitskultur. Der iranische Knigge verlangt nun, dass der Verkäufer die Bezahlung erst einmal galant ablehnt. “Es ist nicht der Rede wert.” Wer dann aber mit merssi reagiert und sich verabschiedet, wird konsternierte Perser zurücklassen. Der Vorschlag ist natürlich überhaupt nicht ernst gemeint. Häufig wird das Geld schon nach dem ersten Nachhaken gerne angenommen. Manchmal wird die Floskel auch nur so halb gesagt und das Geld im gleichen Atemzug genommen. Bei eingefleischten Taarofner kann das Ritual aber auch 2-3 hin- und hergehen.

Für uns kann es ziemlich schwierig und zeitraubend sein, herauszufinden ob uns jemand wirklich etwas schenken will oder nicht.

Eine weitere Seite des Taarof ist uns begegnet, als wir in einer Familie in Busheher eingeladen waren und nach einem guten Essen das Teller dankend zurückschoben. Taarof sei das, entgegnete uns der Gastgeber und legte uns noch einmal grosszügig nach.