Slowenien

5 09 2008

Slowenien. Es wird immer ein wenig fremder. Aber nur langsam, bis jetzt kommen wir mental ohne Probleme mit. Wir verstehen zwar nichts mehr, dafür sieht es immer noch fast wie in der Schweiz aus.

Am Mittwoch (3. September 08) besuchten wir einige schöne Seen in Slowenien. Schön, aber doch nicht sooo anders, als wir verwöhnte Schweizer es uns gewöhnt sind. Auf der Suche nach einem Plätzchen  zweifelten wir schon an der Eignung unseres Übernachtungmodells für Slowenien. Überall Verbote und - dem Vernehmen nach - Polizeikontrollen. Fast am Verzweifeln aber trotzdem noch trotzig dem Campingplatz für 45 Franken widerstehend, haben wir uns das folgende Highlight des Tages wohlverdient: Auf die Frage nach einem Standplatz wurden wir von einer Bauernfamilie gleich zum Abendessen samt Crash-Kurs Slowenisch und Familienanschluss eingeladen und für den nächsten paar Tage mit Eiern und frischer Milch ausgerüstet. Eine wirklich ausserordentliche Erfahrung und hoffentlich ein Vorgeschmack auf balkanische, türkische, arabische und persische Gastfreundschaft.

Am Donnerstag (4.September 08) fuhren wir zwecks Vermeidung der teuren Autobahnvignette auf kleinsten, schlaglochübersäten Nebensträsschen nach Ljubljana. Dort erkundigten wir gemütlich per Velo die kleine aber feine Altstadt. Anschliessend bekamen wir von einer Freundin Kediabyssinias während eines gelungenen Abends eine spannende Führung der Stadt sowie eine Einführung in die Freuden und Leiden slowenische Politik, bevor wir vor dem Haus der Grosseltern des Freundes dieser Freundin zur Ruhe kamen.

Ganz allgemein lernen wir immer neue Dinge: So haben wir die korrekte Befüllung unserer Chemie-Toilette per Trial und Error sozusagen erriechen müssen, wobei die Error-Phase immerhin fünf die Nase strapazierende Tage dauerte. Ausserdem haben wir herausgefunden, dass unser immer stärker tropfender Abwassertank nicht ein Leck hat sondern aufgrund seines endlichen Fassungsvermögen schlicht und einfach voll war. Damit wurden unsere Überlegungen, wie wir unauffällig tropfend bis nach Serbien zu einem bezahlbaren Mechaniker kommen könnten, hinfällig. Nach dem Entleeren ist er wieder dicht.

Soli, nun habt wieder ein paar Tage Zeit zum nachlesen. Wir wünschen euch alles Gute,

Nasvidenje