12
06
2009
Dank des schon angesprochenen quasi nicht existenten iranischen Dieselpreises (weniger als 2 Rappen pro Liter), kombiniert mit den riesigen Distanzen hierzulande, bewegen sich unsere Autobetriebs- pro Kilometerkosten in letzter Zeit substantiell nach unten. Dazu nun einige Überlegungen:
1. Trotz des häufig relativ billigen Diesels in vielen bereisten Ländern kostet uns jeder gefahrene Kilometer - alle Kosten berücksichtigt - immer noch 30Rp - und dies ohne Abschreiber und grössere Reparaturen.
2. Verglichen mit unseren sonstigen Lebenskosten sind die gefahrenen Kilometer horrend teuer. Dies vor allem, wenn wir an einem Tag - wie im Iran vergleichsweise oft - 400km fahren. Zum Vergleich: ein Brot kostet 2 Rappen. Für die Betriebskosten der Strecke von Kerman nach Yazd hätten wir also 6′000 Brote kaufen können.
3. 30Rp/km!! Und wer meint billiger zu fahren, soll sich erst mal über ALLE Kosten Rechenschaft ablegen. Ich könnte dazu ein praktisches Exceldokument zur Verfügung stellen. Einfach bei wiewasmeinsch melden.
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Categories : Beobachtungen, Iran, Naher Osten, Reise
1
03
2009
Mit der Ausstellungstrilogie Auf der Suche nach dem Orient ist Kunst und Kultur des Nahen und Mittleren Ostens zu Gast im Zentrum Paul Klee in Bern. Würden wir den Orient nicht zeitgleich live erleben, gingen wir bestimmt zu Besuch beim ZPK
Daheimgebliebene, lasst euch verführen und taucht ein in in die Welt von Tausendundeiner Nacht!
Ausstellungstrilogie vom 7. Februar bis 30. August 2009 im Zentrum Paul Klee
Einladung zu einer multidisziplinären Reise durch die Gegenwart der Länder des Nahen und Mittleren Ostens: Traum und Wirklichkeit. Zeitgenössische Kunst aus dem Nahen Osten
Von Kunstwerken aus der Blütezeit der islamischen Kultur, über Bellinis berühmtes Sultanportrait bis zu Klees Tunisreise: Auf der Suche nach dem Orient. Von Bellini bis Klee
Der kalligraphische Schlüssel zu Klees Werk: Paul Klee. Teppich der Erinnerung
Für Kinder und das-Kind-in-sich-bewahrt-habende Erwachsene: Interaktives Tempelfest
In der Museumsnacht 2009 Im Zeichen des Orients werden Scheherazade und Tausendundeine Nacht künstlerisch, erzählerisch, musikalisch, tänzerisch, gestalterisch und kulinarisch zum Leben erweckt… Freitag 20. März 2009, 18-02h
Wie wir über dieses orientalische Geschehen in der Ferne informiert wurden? Orientteppich der Realitäten - Bericht im Bund
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Categories : Beobachtungen, Naher Osten, Reise, Schweiz
30
12
2008
Wir sind nun das ganze Jordantal bis zum Toten Meer und danach weiter durch‘s Wadi Araba bis nach Aqaba gefahren und hatten dabei ausgiebig Zeit uns über die historische, geografische und politische Bedeutung dieses Landstreifens bewusst zu werden.
Wir haben die Uferpromenade von Tiberias am See Genezareth und die Lichter Jerusalems gesehen und sind von der Nähe zu diesen geschichtsträchtigen und geopolitisch äusserst bedeutenden Orten sehr fasziniert. Beeindruckend ist dabei nicht in erster Linie die geografische Nähe, sondern das Erleben/Erfahren der Dimension der ganzen Region vor dem Hintergrund des Israel-Palästinakonflikts. Sicherlich wussten wir, dass Israel und das Westjordanland nicht gross sind, aber erst hier wird uns in aller Deutlichkeit bewusst, wie ausgesprochen kleinräumig dieses so dermassen bitter umkämpfte und umstrittene Gebiet wirklich ist.
Ebenso bekannt war uns die strategische Bedeutung der Golanhöhen. Ohne die Besetzung in irgendeiner Art und Weise legitimieren zu wollen, können wir nun nachfühlen, dass Israel dieses Gebiet, von dem aus halb Nordisrael bequem überblickt - oder auch beschossen - werden kann, nur in freundlich gesinnte Händen zurückgeben will. Damit zusammenhängend und durch den Wechsel zwischen bewässerten und somit äusserst fruchtbaren Feldern und der ansonsten staubtrockenen Wüstenlandschaft eindrücklich verdeutlicht, ist die Bedeutung des Wassers und der Kontrolle seiner Quellen für alle beteiligten Staaten.

Bild: Bethany beyond the Jordan, der einzige Ort, wo man an den Jordan - infolge massive Wasserentnahme zwecks Bewässerung ein dünnes Rinnsal ohne nennenswerte Strömung - gelangen kann.
In den letzten Tagen bekommt nun die beschriebene Faszination einen schalen Beigeschmack in Form von Raketen von der einen und Bomben von der anderen Seite in Südisrael respektive dem Gazastreifen. Ich denke nicht, dass hier der Platz für eine weitere Polit-Analyse sein soll, davon haben alle Interessierten und Betroffenen mehr als genug. Nur so viel: Ich lese im Moment gerade „Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft“ von Hans Küng (Die Goldene Regel: „Was du nicht willst, dass man Dir tut, das füge auch keinem anderen zu.“) und kann den Verantwortlichen auf beiden Seiten das Buch wärmstens empfehlen.
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Categories : Beobachtungen, Jordanien, Naher Osten, Reise
4
12
2008
Nach der zeitaufwändigen Sichtung und Bewertung verkünden wir hiermit das Ende des komplexen, mehrstufigen Evaluationsprozesses. Es ist uns eine Ehre bei dieser Gelegenheit auch gleich die Gewinnerin bekannt zu geben. Vorher ist es der Jury jedoch ein aufrichtiges Bedürfnis allen Autorinnen und Autoren zu danken und lobend festzustellen, dass sich die Beiträge sowohl bezüglich Originalität wie auch Kreativität und Überwindung der Partizipationshemmschwelle auf einem durchwegs sehr hohen Niveau befinden. Unter allen eingesendeten Beiträgen hat jedoch nur einer die tatsächlichen Ereignisse, zwar ein bisschen indirekt aber dennoch absolut korrekt, beschrieben. Die Jury ist darüber hinaus äusserst beeindruckt von der einzigartigen Prägnanz und Kürze der richtigen Lösung. Genau sieben Wörter bringen die Sache auf den Punkt. Herzliche Gratulation an T. Schild aus Thun! Folgender Preis wird Sie - inshalla - in Kürze erreichen.

Als Sonderauszeichnung vergeben wir darüber hinaus an sämtliche Beitragende die ehrenhafte ‘Auszeichnung zur Förderung aktiven Bloglebens’ ganz im Sinne des deliberativen Bloggens nach Jürgen Habermas.
DIE LÖSUNG: Unsere beiden unabhängigen Bremssysteme - Handbremse und Fusspedal - sind und waren vollkommen intakt. Der Grund des sich stetig veringernden Abstandes zwischen uns und dem vorderen Fahrzeug lag vielmehr in einer visuellen Täuschung: NICHT WIR sind auf das vordere Auto zugerollt sondern DAS VORDERE AUTO ist in Richtung Stossstange unseres komplett zum Stillstand gekommenen Sidis ZURÜCK GEROLLT (hat wohl seine Handbremse nicht gezogen gehabt) und dies war eben auch durch noch so kräftigen Druck auf UNSER Bremspedal nicht zu verhindern. Trotz aufgrund der Jahreszeit fehlender Hitze beschreibt also der Ausdruck ‘Fata Morgana’ das Geschehene völlig korrekt.
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Categories : Beobachtungen, Naher Osten, Reise, Türkei
24
11
2008
Als wir bei Adana auf der Autobahn von hinten auf eine Kolonne auffahren, realisieren wir plötzlich, dass wir dem vorderen Fahrzeug zwar im Schritttempo aber unaufhaltsam näher rollen. Ich drücke wiederholt fest auf die Bremse und ziehe - die Erfolglosigkeit dieser Aktion realisierend - auch noch kräftig die Handbremse. Ohne Ergebnis, der Zusammenstoss - oder dank der geringen Geschwindigkeit eher das Zusammenstösschen - scheint unvermeidlich. Das tragische Ende der schwarzen Farbe unserer Stossstange? Unsere Nerven flattern, die Spannung steigt. Erst im letzten Moment beginnt die Kolonne anzurollen, der andere Wagen fährt los und verhindert so eine Kollision…
Ende gut alles gut. Die Frage bleibt: Was geschah am 22. November 2008 an der Mautstelle bei Adana? Lösungsvorschläge können per Kommentarfunktion eingereicht werden. Der ersten richtigen Rätselraterin / dem ersten richtigen Rätselrater winkt eine Überraschung aus Nahost.
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Categories : Beobachtungen, Naher Osten, Reise, Türkei
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