Ich wär so gerne Millionär…

19 05 2009

Hier sind wirs tatsächlich. Für 100$ bekommt man 1′000′000 Rial, und weil wir 250$ wechseln und kleine Noten bekommen, haben wir richtig schwer zu tragen. Damit ist aber die Geschichte noch nicht fertig. Weil diese riesigen Zahlen nicht sehr praktisch sind, haben die Iraner ganz inoffiziell eine neue Währung erfunden: den Toman. Dieser ist einfach Rial durch zehn, sprich eine Null weniger. Angesichts der galoppierenden Inflation (jährlich ca. 20%) sind dann aber auch die Toman ziemlich rasch unübersichtlich geworden und - weiter vereinfachend - lässt man kurzerhand die ‘000 gleich weg. Ein Taxi kostet also typischerweise 20′000 Rial = 2000 Toman = 2.

Soweit so gut und für die Iraner ist nun alles klar. Für Touristen allerdings brauchen einige Leute - aus erfahrener Touristenkomplettverwirrung - anstatt Toman nun doch Rial. Also müssen wir trotz bestem Anpassungswillen stets nachfragen, was dann wiederum die freundlichen Verkäufer veranlasst uns den Preis kurzerhand in Dollar anzugeben. Einfach, weil 1$ = 10000 Rial = 1000 Toman. Alles klar?



Unverhofft beschenkt

11 05 2009

Kürzlich haben wir ein eher unübliches sozusagen fliegendes Beispiel der Gastfreundschaft erlebt. Beim gemütlichen Umkurven des üblichen Kreiselchaos ruft uns plötzlich einer (für einmal in der korrekten Richtung fahrender) der unzähligen Töfffahrer sein lautes “hello” zu. Beim näheren Hinschauen sehe ich, dass er einen Milchbeutel schwenkt, den er uns offenbar aus lauter Freude über unser Auftauchen und in akuter Ermangelung eines anderen Gastgeschenkdes schenken will. Ein angedeutes “merssi” wir hätten genug Milch, kann seinen Eifer offensichtlich nicht bremsen, denn nur Sekundenbruchteile später trifft ebendieser Milchbeutel nach einer kurzen und turbulenten freien Flugphase unsere ahnungslose Tür. Soforte Rettungsversuche mit beiden Händen bleiben leider wirkungslos und so fällt der unglückliche Beutel auf den Boden, wo er wohl heute noch liegt.



Picknick Kultur

10 05 2009

Am letzten Freitag (hiesiges Wochenende) fahren in ein schönes und etwas kühleres Bergtal bei Abyaneh (Nähe Kashan zwischen Teheran und Isfahan) und suchen nach einem schönen Picknickplatz. Wir stellen fest, dass wir nicht wirklich die einzigen mit diesem Vorhaben sind. Aus einem Umkreis von mind. 300km sind die Iraner an ihrem freien Tag gekommen, haben Zelte aufgeschlagen, diverse Gaskocher, Töpfe, Geschirr, Teppiche und gute Laune ausgeladen und amüsieren sich anscheinend bestens. Bei dem schweren Gepäck ist es nicht erstaunlich, dass sich die wenigsten weiter als 3 Meter vom Auto entfernen. Das heisst allerdings noch lange nicht, dass sie deswegen auf dem Parkplatz bleiben. Im Gegenteil machen sie sich einen Sport daraus, wer mit seinem Peugeot (ca. 50% aller Autos) mitsamt seiner 10 köpfigen Verwandtschaft (wer sagt denn, dass in ein Auto nur 5 Personen passen oder was sind gar Kindersitze??) an einen möglichst unzugänglichen Platz fahren kann. Da sind sie also und freuen sich riesig, wenn wir mit unserem Sidi in ihrer Nähe anhalten. Kaum steigen wir aus, so werden wir von der Familie mit der schnellsten Reaktionszeit auch schon zum Tee eingeladen und 5 Minuten später bringen sie einen übervollen Teller mit einem guten Reisgericht. Wie soll (und warum wollte) man da ablehnen? Wir verbringen einen sehr gelungenen Nachmittag mit dieser herzlichen Familie und testen unsere gegenseitigen Sprachkenntnisse. Nachdem sie abgefahren sind, kommt auch gleich schon die nächste Einladung, die wir aber infolge akut voller Bäuche ablehnen müssen.

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Der beste Chef

9 05 2009

In Tabriz auf dem Basar treffen wir eine lettische Touristengruppe, die in Tat und Wahrheit die Belegschaft eines Städteplanerbüros auf einem Firmenausflug ist. Kein Witz!! Jedes Jahr gehen sie auf eine solche Reise und nachdem sie schon in Florenz und dann in Portugal waren, wollten sie dieses Mal eine etwas “andere” Destination erkunden - alles auf Kosten der Firma. Wer sich schon mal auf freie Stellen dort bewerben will, kann sich auf: www.grupa93.lv umschauen gehen. Neils ist ein heisser Anwärter auf den “Chef des Jahres-Award.”



Dear Readers of our English Blog

9 05 2009

We are currently unable to update our English blog. Sorry for that but we are not to blame, our page seems to be blocked somehow. More news in English will follow once we are back in Turkey. Till then, enjoy our pictures or try some German translating program…