Impressionen beituna

5 04 2009

Bevor wir die schönste Stadt der Welt (Rafik Schami) verlassen und in den Iran weiterreisen (eigentlich hätte es heissen sollen: ‘mit M&MN Syrien bereisen’, doch der Artikel wird mit ein bisschen Verspätung publiziert…), wollen wir euch einige Bilder unseres zuhauses (auf Arabisch beituna) zeigen:

Wir wohnen in Nummer 17. Läuft man/frau unter dem Torbogen die Strasse geradeaus weiter und dann ganz vorne rechts, steht man/frau direkt vor bzw. hinter der Omayaden Moschee. Über Vor- und Nachteile dieser Wohnlage konsultiere man/frau bitte vorhergehende Artikel;)

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Jeden Tag wenn wir nach Hause kommen, lächeln wir freundlich in die obere linke Ecke über unserer Haustür, da haben nämlich unsere Nachbarn aus Nummer 19 eine Kamera angebracht nicht zuletzt um zu sehen, wer bei ihnen klingelt - aber natürlich auch um das Leben ihrer Nachbarn mitverfolgen zu können. Zum nachbarschaftlichen Verhältnis vergleiche den kommenden Artikel ‘Und da passierte es doch noch’.

Das Innere unserer Wohnung haben wir nicht abgelichtet - es gibt wenig zu sehen;) Ein kurzer Beschrieb soll genügen: Gleich hinter der Eingangstür führt eine enge steile Treppe in den ersten Stock, wo sich ‘unser Reich’ befindet. Um ein sommerlich überdachtes (= mit Wellblech > es zieht) ’Wohn’zimmer reihen sich - den klassisch arabischen Innenhöfen nachempfunden - drei Zimmer, wovon Chrigu und ich ein kleines, lichtscheues aber unseren Ansprüchen genügendes (es gibt ein schmales Bett, einen kleinen Tisch und Möglichkeiten unsere Bücher und Kleider zu verstauen) bewohnen. Die grosse, wenn auch fensterlose Küche war dank (und nur dank) unseres Camperinventars schnell hervorragend aufgerüstet. Steigt man eine weitere steile Treppe am vierten Zimmer vorbei hoch, gelangt man zu einem grosszügigen Bad, dem Luxus einer riesigen Waschmaschine und schliesslich zum Highlight der Wohnung: einer arabischen Terrasse (> von hohen Mauern umgeben als Sichtschutz für die arabisch-häuslichen Frauen) mit wunderbarer Sicht auf den Berg Kassiun und die nahe gelegene Omayadenmoschee.

Diesen Ort, wo wir täglich frühstücken, die Tauben, von ihren Meistern von den Dächern Damaskus’ aus geleitet, über unseren Köpfen ihre Kreise ziehen sehen, unsere Arabischwörtli vor- und rückwärts lernen bis wir sie hoffentlich in- und auswändig können und nicht zuletzt die Sicht über die Dächer der Altstadt geniessen, werden wir vermissen!


kediabyssinia beim Arabisch lernen auf ‘dem Diwan’

kediabyssinia beim Arbeiten auf unserer Terasse in Damaskus

Sicht vom ‘Diwan’ aus: Die Omayadenmoschee, gleich um die Ecke

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Sicht auf den Berg Kassiun in der Morgendämmerung

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Sicht auf den Berg Kassiun kurz bevor ein Gewitter über Dimaschq al kadima (der Altstadt Damaskus’) heraufzieht

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