Unser erster Sandstreifen …
5 02 2009Wir haben von Hans und Doris (siehe Reisende) einen super Tipp für einen Schlafplatz ganz in der Nähe des Wadi Ramms bekommen. Ebenso schön, aber ohne Eintrittsgebühren und statt alle fünf Minuten nur alle zwei Stunden ein lärmender Offroader, der die Sanddünen zu erklimmen versucht, das klingt auf jeden Fall vielversprechend. Das einzige kleine Sandfeldchen hätten sie noch ohne Allrad und ohne die Luft anzuhalten locker durchfahren. Wir können auf jeden Fall nicht widerstehen.
Bei besagtem Sandfeld holen wir Schuss, schnaufen tief ein, fahren rein, schalten zurück, schnaufen schnell noch tiefer ein, hören ein Kratzen am Boden, schauen uns an, schnaufen aus und … stehen dann still. Als sich die Staubwolke verzogen hat, stellen wir fest, dass wir immerhin die Hälfte geschafft haben - und das gleich bei unserem ersten Sandfeld! Nun ja, einmal muss das ja passieren, sagen wir uns, und schauen uns die Bescherung an. Tatsächlich waren nicht die Räder das Problem, aber unser Sidi - wie allen bekannt für schnelle Kurvenfahrten ausgelegt - weist eine unglaublich geringe Bodenfreiheit auf. Der Motorblock versinkt tief im Sand, was eine deutlich spürbare Bremswirkung zur Folge hat. Da hätten wir noch so schnell hineinfahren können und wären wohl kaum weiter gekommen.
Nun denn, das Schaufeln ist des Wüstenfahrers Lust aber da haben wir uns ebenfalls wieder verschätzt. Kaum haben wir Warm-Up und Dehnen hinter uns, tatkräftig in die Hände gespuckt und die Schaufel in festem Griff, kommen ein paar Beduinen angeritt … hm … angefahren und ziehen uns ohne Umschweife aus dem Sand. Und wie das hierzulande so geht, kommen wir anschliessend gleich noch in den Genuss eines Glases warmen mit ein wenig teearomatisierten Wasser versetzten Zuckers. Glück gehabt.
Der Platz entspricht übrigens den Erwartungen vollumfänglich. Den nächsten Tag entdecken wir wandernd und kletternd eine wiederum wunderschöne Landschaft.
Beim Zurückfahren kommt dann unsere Schaufel doch noch zum Einsatz - jedoch diesmal vor statt nach der Durchfahrt, nämlich zum Abtragen der obersten Sandschicht.










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