Abfall
4 02 2009Abfallentsorgungskonzept am Beispiel der gemeinen Einkaufsplastiktüte
Die Umsetzung des nachfolgend beschriebenen Konzepts zur Entsorgung von Einkaufstüten haben wir in Variationen während unserer ganzen Reise beobachten können. Hier in Jordanien ist es uns nun gelungen durch eingehende Analyse und Beobachtung das System in seiner ganzen Komplexität zu erfassen. Im Folgenden will ich gerne versuchen euch die Grundprinzipien zu erläutern.
Grundvoraussetzung für die Anwendung aller nachfolgenden Tipps: KEIN UMWELTBEWUSSTSEIN (zumindest nicht bezüglich Abfall).
Tönt ganz einfach und ist dennoch für den Durchschnittsschweizer recht schwierig umzusetzen. Die Einheimischen haben hier unbestreitbare Vorteile, sind sie doch von einer diesbezüglichen Sensibilisierung während ihrer Kindheit völlig unbelastet - eine Hypothek, die für durchschnittlich sozialisierte Eidgenossen trotz typischerweise grossem Einsatz nicht wettgemacht werden kann.
Weiter hilfreich ist ausserdem der Glauben an die unbegrenzte Dreckaufnahmekapazität unseres Planeten. Dies ist allerdings eher für Schweizer relevant und für Einheimische weitgehend vernachlässigbar, weil sich letztere aufgrund den im oberen Abschnitt erläuterten Gründen kaum diesbezügliche Überlegungen machen.
Kommen wir nun wieder zum eigentlichen Problem, die Entsorgung:
Tipp 1: Damit man die Tüten überhaupt entsorgen kann, muss man zuerst welche haben. Geeignet zur Beschaffung des Abfallrohmaterials sind Supermärkte, ja eigentlich alle Örtlichkeiten, in denen man Ware verstauen muss. Es ist ganz einfach: Möglichst jeden Gegenstand einzeln in eine Plastiktüte abfüllen und schon verfügt man über beachtliche Entsorgungsmasse. Für Anfänger stehen meistens geübte Abpacker bereit, die zudem meistens die fortgeschrittene Technik des Verpackens schwererer Gegenstände in gleich zwei Tüten anwenden können.
Tipp 2: Die ersten Tüten können noch im Auto entsorgt werden. Hat man nämlich vorsorglich die Tüte mit den Salznüsschen gleich mit nach vorne genommen, kann sie unmittelbar nach dem Anfahren aus dem Fenster geworfen werden. Auf diese Weise hat auch die Stadt etwas vom lustigen Davonflattern.
Tipp 3: Und nun zum entscheidenden Ratschlag. Zur Entsorgung der restlichen Tüten, fährt man am besten mit der ganzen Familie an den Strand zu einem grossen Pique-Nique. Bei dieser Gelegenheit flattern die Tüten, lässige Unachtsamkeit vorausgesetzt, zur Freude der Kinder zu Dutzenden davon und man kann ihr fröhliches Tanzen im Wind noch jahrhundertelang geniessen.
Viel Spass.
Achtung: Dieser Beitrag ist keinesfalls diskriminierend wohl aber ironisch gemeint. Es ist uns völlig bewusst, dass nicht alle Einheimischen ihren Müll liegen lassen, gemessen an den Müllbergen an jeder Ecke dürfte es jedoch eine genügend grosse Mehrheit sein, um diesen Artikel zu rechtfertigen.










“Jura will Plastiksäcke verbieten 28.1.2009 16:37
Das jurassische Parlament will als erste Schweizer Legislative den Läden im Kanton das Abgeben von Plastiksäcken verbieten. Die Regierung ist skeptisch, sie zieht eine nationale Regelung vor. Das Parlament will jedoch nicht auf den Bund warten.”
http://news.search.ch/inland/2009-01-28/jura-will-plastiksaecke-verbieten
Wurde letzthin im Radio diskutiert…